Philips Blog Schweiz

06. April 2010 - philipsblog - Keine Kommentare

Nachtrag: Die Studie, die auch für Ärger sorgte.

Was ich vor rund einer Woche – noch – nicht zu bloggen wagte, hole ich heute nach. Denn: David Bauer, Redaktor bei der SonntagsZeitung, hat in seinem Artikel in derselben Zeitung vom 4. April 2010 eine tolle Aufklärungsarbeit geleistet, zu der ich mich anlässlich des letzten Blog-Post eben – noch – nicht hinreissen liess.

Es geht um die Sparlampen-Studie des BAG/BFE, deren Resultate letzte Woche veröffentlicht wurde – und von denen an dieser Stelle ebenfalls schon die Rede war. Primär geht es um diesen Satz hier (Auszug aus der offiziellen Pressemitteilung):

Wird der Abstand kleiner, steigen die Werte jedoch stark und teilweise über die Grenzwerte hinaus an.

Bildnachweis: SonntagsZeitung

Schon bei der Durchsicht der Studienresultate wurde ich ob dieser Aussage sehr stutzig, untermauern die Resultate von ETH-Professor Nils Kuster doch diese Aussage in keinster Weise. Nun, ich dachte: Vielleicht habe ich etwas übersehen? Eine Rückfrage beim Bundesamt bestätigte jedoch meine Vermutung: ‘Der Satz ist etwas irreführend in diesem Zusammenhang’. Weil: Der entsprechende Satz bezieht sich auf elektrische Felder, die direkt neben der Lampe gemessen wurden – jedoch nicht mit dem von Prof. Kuster’s entwickelten Modell, um das es in dieser Studie eben hauptsächlich auch ging.

Laut SonntagsZeitung ist denn auch Prof. Kuster ob der Fehlinformation sehr verärgert:

“Was da verbreitet wurde, ist Unsinn. Die Studie zeigt, dass selbst bei einem Abstand von zwei Zentimetern zur Lampe die relevanten Grenzwerte nicht überschritten werden.”

Denn: Um eine mögliche Gesundheitsgefährdung abzuschätzen, seien nur die im Körper gemessenen Ströme von Bedeutung. Klarerweise hat sich die Presse bei ihrer Berichterstattung v.a. auf den oben erwähnten Satz gestützt. Nur wer sich die Mühe gemacht hat, etwas unter die Titelzeilen zu gucken, hat den richtigen Sachverhalt präsentiert bekommen. Leider, muss an an dieser Stelle festhalten.

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